Sicherheit
Wie WollConnect Sitzungen absichert
Fernwartung heißt: jemand sieht einen fremden Bildschirm und bedient ihn. Wer das anbietet, muss beantworten können, wer mitlesen kann, wer sich verbinden darf und was hinterher nachvollziehbar ist. Diese Seite beantwortet das ohne Marketingvokabular.
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Ende-zu-Ende verschlüsselt zwischen Viewer und Agent
Viewer und Agent handeln ihren Sitzungsschlüssel direkt miteinander aus — über einen Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch auf der Kurve P-256. Aus dem gemeinsamen Geheimnis leiten beide Seiten per HKDF-SHA256 die eigentlichen Schlüssel ab und bestätigen sie sich gegenseitig, bevor Nutzdaten fließen. Verschlüsselt wird mit AES-256-GCM, also authentifiziert: veränderte Daten werden erkannt und nicht verarbeitet.
Der Server vermittelt die Verbindung, aber er kennt den Schlüssel nicht. Bildschirminhalte, Eingaben und übertragene Dateien laufen für ihn als undurchsichtige Pakete durch. Das ist der Unterschied zwischen „verschlüsselt übertragen“ und „Ende zu Ende verschlüsselt“: Transportverschlüsselung schützt gegen jemanden auf der Leitung, aber nicht gegen den Vermittler selbst.
Im Produktivbetrieb über das Relay ist dieser Schutz nicht optional, sondern vorausgesetzt — und ein Rückfall auf unverschlüsselte Nutzdaten lässt sich dort nicht einschalten. Der Schlüssel wird während laufender Sitzungen erneuert.
Keine eingehende Portfreigabe
Agent und Viewer bauen ihre Verbindung jeweils von innen nach außen auf und treffen sich auf dem Relay. In der Firewall des Kunden muss weder ein Port geöffnet noch eine Weiterleitung eingerichtet werden.
Der praktische Gewinn ist nicht die Bequemlichkeit, sondern dass kein dauerhaft offener Zugang entsteht, den jemand von außen finden kann — auch nicht in den Wochen, in denen gar niemand supportet.
Wer sich verbinden darf, steht vorher fest
Rechte hängen am einzelnen Benutzer und werden einzeln vergeben: Zugriff auf zugewiesene Geräte, Zugriff auf alle, Zuordnungen verwalten, Software verteilen, Scripts schreiben, Scripts ausführen, patchen. Ein Techniker sieht die Geräte eines Kunden nur, wenn er diesem Kunden zugeordnet ist.
Die Anmeldung am Portal unterstützt Zwei-Faktor-Authentifizierung. Für begleitete Sitzungen bestätigt der Anwender die Verbindung auf seinem Bildschirm und kann sie jederzeit beenden.
- Sitzungen werden mit Zeitpunkt, Techniker und Gerät protokolliert
- Ausgeführte Aufträge behalten ihre vollständige Ausgabe, auch nach Wochen
- Zugangsdaten aus gesammelten Protokollen werden vor dem Speichern entfernt
Datenschutz und Standort
WollConnect wird in Deutschland entwickelt und in einem deutschen Rechenzentrum betrieben. Für den Cloud-Betrieb schließen wir einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO.
Wer auch das nicht aus der Hand geben möchte, betreibt WollConnect vollständig selbst — mit eigener Datenbank, eigenen Zertifikaten und eigenem Relay. Dann verlässt kein Datenverkehr das eigene Netz.
Häufige Fragen
Kann der Betreiber die Bildschirminhalte mitlesen?
Nein. Der Sitzungsschlüssel wird zwischen Viewer und Agent ausgehandelt (ECDH P-256, HKDF-SHA256) und die Nutzdaten mit AES-256-GCM verschlüsselt. Der vermittelnde Server besitzt diesen Schlüssel nicht.
Was passiert, wenn die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht zustande kommt?
Im Produktivbetrieb über das Relay kommt die Sitzung dann nicht zustande. Ein Rückfall auf unverschlüsselte Nutzdaten ist dort nicht einschaltbar.
Wo werden die Daten verarbeitet?
In einem deutschen Rechenzentrum. Für die Cloud-Nutzung stellen wir einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO bereit. Bei der On-Premises-Variante bleiben alle Daten in Ihrem eigenen Netz.
Muss die Firewall geöffnet werden?
Nein. Beide Seiten verbinden sich nach außen zum Relay; eingehende Regeln sind nicht nötig.